Gewaltfreie Kommunikation - Sprache des Lebens

Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen ist die Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation.
Mit vier Schritten können wir diese herausfinden:

 

Beobachtungen Eine Situation beobachten, ohne sie moralisch zu bewerten oder zu diagnostizieren.
Gefühle Einem anderen gegenüber die eigenen Gefühle ohne Schuldzuweisung ausdrücken
Bedürfnisse Einem anderen gegenüber die eigenen unerfüllten Bedürfnisse ausdrücken.
Bitte Eine spezifische, machbare Bitte an einen anderen formulieren, damit das eigene Bedürfnis erfüllt werden kann.

 

Eine Sprache des Vertrauens lernen
Artikel von Martin Piller, 2013

Wenn bei den Negritos, einem Urvolk der Philippinen, jemand einem anderen Schaden zufügt, seine Hühner stiehlt oder das Haus das Nachbarn anzündet oder was auch immer, dann wird die Person, die das getan hat, in die Mitte eines Kreises gestellt, umringt von den Menschen, die diese Person kennen. Und sie verbringen einen ganzen Tag damit, dass jeder einzelne aus der Gruppe dieser Person erzählt, durch welche wundervollen Dinge, die sie getan hat, sein Leben bereichert wurde.“ 1) Einem Verbrecher, anstatt ihn zu bestrafen,  zu erzählen, was er an Schönheit in das Leben seiner Mitmenschen gebracht hat, setzt ein Menschenbild voraus, das von der Vorstellung ausgeht, dass es unserer menschlichen Natur entspricht, dass wir, wenn wir mit uns verbunden sind, nichts lieber tun als zum Wohlergehen anderer beizutragen. Die Negritos glauben nicht, dass so jemand böse ist, sondern dass er etwas Böses tut, weil er die Verbindung zu seiner Menschlichkeit verloren hat. Denn wer mit dieser in Verbindung ist, trägt gerne zum Wohlergehen anderer bei.

Ein anderes Menschenbild
Dieses Menschenbild ist es, das M.B. Rosenberg zur Grundlage seiner Gewaltfreien Kommunikation gemacht hat, die ich in diesem Artikel  Sprache des Vertrauens nennen will, weil sie von einem grossen Vertrauen in das Gut-Sein des Menschen ausgeht, ähnlich  wie der Schöpfungsbericht im ersten Buch Mose. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ (Gen 1,31)

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1)      M.B. Rosenberg, Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation, S. 74

2)      M.B. Rosenberg, Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation, S. 27

3)      M.B. Rosenberg, Lebendige Spiritualität, S. 13

4)      M.B. Rosenberg, Lebendige Spiritualität, S. 14

5)      Rumi; zitiert von M.B. Rosenberg, Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation, S. 61

6)      M.B. Rosenberg, Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation, S. 21

7)      M. B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens, Kap. 2-6

8)      M.B. Rosenberg, Lebendige Spiritualität, S. 17-18

9)      M.B. Rosenberg, Lebendige Spiritualität, S. 33

10)    M.B. Rosenberg, Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation, S. 102

Hilfreiche Literatur

M.B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation – eine Sprache des Lebens, Junfermann Paderborn 2009

M.B. Rosenberg, Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation. Ein Gespräch mit Gabriele Seils, Herder Freiburg 2004

M.B. Rosenberg, Lebendige Spiritualität. Gedanken über die spirituellen Grundlagen der GFK, Junfermann Paderborn 2009

Hompages die weiterhelfen
http://www.hanspeterbaud.com/gewaltfreie-kommunikation/

http://www.tcco.ch/htm/home.htm